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Solche Momente vergisst man nie

 

Der Jubel auf den Rängen war riesengroß. Bei den vier Toren natürlich. Vor allem aber nach 77 Minuten. Denn als Bastian Schweinsteiger beim 4:0-Sieg gegen Hoffenheim kurz vor Schluss sein Comeback feierte, war die lange Leidenszeit des Weltmeisters nach 132 Tagen endlich, endlich vorbei. Die Fans begrüßten ihren Fußballgott mit Sprechchören und stehenden Ovationen – und der 30-Jährige war überglücklich.

„Es hat natürlich mein Herz schon sehr berührt, so empfangen zu werden von den Zuschauern. Solche Momente vergisst man nie“, freute sich Schweinsteiger über die Begeisterungsstürme der Bayern-Anhänger, die dem Weltmeister schon beim Warmmachen zugejubelt hatten. „Die Zuschauer haben diesem Moment entgegen gefiebert“, stellte Manuel Neuer fest, „das hat man schon beim Aufwärmen gespürt.“ Und Arjen Robben meinte: „Es war schon Gänsehaut, als Basti reingekommen ist.“

Schweinsteiger selbst saugte die Atmosphäre förmlich auf. Der Ur-Bayer spürte bei seiner Einwechslung, „dass sich für diesen Moment jede Trainingseinheit in den letzten Monaten rentiert hat“. Einen langen Anlauf brauchte der 30-Jährige nicht: Mit einem perfekt getimten Zuspiel verhalf Schweinsteiger Sebastian Rode zu dessen ersten Pflichtspiel-Treffer für den FCB. Der Torschütze zum 4:0 jubelte gleich „doppelt“ über die Vorlage des Weltmeisters, „jetzt hoffen wir, dass er zu alter Stärke findet.“

'Wir haben ihn vermisst'

„Wir sind froh, dass Bastian wieder zurück ist“, freute sich auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. „Er hat ja gleich einen Scorerpunkt gesammelt. Alles wunderbar!“ Für Pep Guardiola ist Schweinsteigers Rückkehr „eine große Nachricht für uns, aber vor allem für ihn“. Neuer betonte, wie wichtig Schweinsteiger für die Mannschaft ist: „Er hat uns lange gefehlt, wir haben ihn auf dem Platz vermisst.“ Und Robben meinte: „Wenn Philipp nicht da ist, ist er jetzt wieder unser Kapitän. Er ist superwichtig.“

An seinem Comeback gezweifelt hat Schweinsteiger nie. „Ich habe immer an meine Rückkehr geglaubt“, versicherte der Kapitän der deutschen Nationalelf, der während seiner hartnäckigen Patellasehnenbeschwerden auch mental gefordert war. „Ich musste natürlich Geduld mitbringen, aber der Verein hat mir die Zeit gegeben. Daher war es einfacher für mich.“ Vor allzu hohen Erwartungen warnt Schweinsteiger aber noch: „Ich bin noch nicht da, wo ich mich sehe. Aber es wird immer mehr kommen.“

 

 

 

 

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